Die Verarbeitungsmineralogie feuerfester Golderze zeigt, dass die Gründe für die Behinderung der Cyanidierung von Gold in erster Linie auf den Zustand des Goldvorkommens und die Mineralzusammensetzung zurückzuführen sind. Diese Gründe können in zwei Haupttypen eingeteilt werden: physikalische Einkapselung und chemische Interferenz.
Unter physikalischer Einkapselung versteht man die feine Verteilung oder Einkapselung von Gold in anderen Primärmineralien, wodurch es stark verteilt und schwer zu extrahieren ist. Die wichtigsten Wirtsmineralien, die Gold einschließen, sind Pyrit und Arsenopyrit, gefolgt von Sulfiden von Kupfer, Blei und Zink. Während eingekapseltes Gold seltener in Quarz und Sulfaten vorkommt, bleibt seine Gewinnung aus Quarz und Silikaten wirtschaftlich unrentabel.
Diese Art von feuerfestem Golderz ist die bedeutendste und am besten untersuchte, wobei sich umfangreiche Forschungsarbeiten auf die Suche nach wirksamen Lösungen konzentrieren. Insbesondere sind die wichtigsten Wirtsmineralien wie Pyrit und Arsenopyrit, die Gold einkapseln, ebenfalls Schlüsselfaktoren für chemische Störungen.
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Chemische Störungen treten auf, wenn Stoffe im Erz Cyanid und Sauerstoff verbrauchen oder Gold adsorbieren und dadurch den Cyanidierungsprozess behindern.Zu den spezifischen Arten chemischer Störungen gehören:
1. Sulfidmineralien: Verschiedene Sulfidmineralien in Golderzen verbrauchen Cyanid.
2. Sauerstoffverbrauchende Mineralien: Mineralien, die bei der Zersetzung Sauerstoff verbrauchen.
3. Kohlenstoffhaltige Materialien: Substanzen, die gelöste Goldkomplexe adsorbieren und so „Preg-Robbing“-Phänomene ähnlich wie Aktivkohle verursachen.
4. Schutzfilme: Mineralien wie Arsen, Antimon und Blei, die sich auflösen und Verbindungen oder Kolloide bilden, wodurch Schutzfilme auf Goldpartikeln entstehen und die Extraktion behindert werden.
5. Unlösliche Verbindungen: Gold liegt in unlöslichen Verbindungen oder Formen vor.
6. Passivierung: Die Goldauflösung wird passiviert, wenn sie mit anderen leitfähigen Mineralien in Kontakt kommt.
Unter diesen sind Erze mit hohem Arsen-, Schwefel- und Kohlenstoffsulfidgehalt weltweit am häufigsten und stellen eine große Herausforderung dar.
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Um die Behandlung von feuerfesten Golderzen zu verbessern, können verschiedene Methoden eingesetzt werden:
1. Mechanische Methoden: Aufbrechen von Kapselmaterialien, um Gold freizusetzen.
2. Vorbehandlung vor der Cyanidierung: Oxidation und Zersetzung von Primärmineralien, um eingekapseltes Gold freizusetzen und störende Komponenten zu entfernen. Zu den Techniken gehören oxidatives Rösten, Druckoxidation und bakterielle Oxidation.
3. Zyanidfreie Auslaugungsmethoden: Vermeidung der nachteiligen Auswirkungen störender Substanzen durch Verwendung von Alternativen wie Thiosulfat oder Thioharnstoffauslaugung.
4. Verbesserte Cyanidierung: Verbesserung des Cyanidierungsprozesses durch Methoden wie Druckcyanidierung, Zugabe von Oxidationsmitteln oder Verwendung von Chemikalien zur Neutralisierung schädlicher Komponenten.
In den letzten Jahren ist die Zahl der Goldminen, die diese Aufbereitungstechnologien einsetzen, rapide gestiegen. Allerdings bleiben oxidatives Rösten, Druckoxidation und bakterielle Voroxidation die in Forschung und Praxis am häufigsten verwendeten Methoden.
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